Redaktionelle Vorprüfung
Fundstellen zu Logik, Figuren, Motivation, Sprache und Form werden strukturiert, bevor ein Mensch die inhaltliche Beurteilung vertieft.
Wer beruflich mit Manuskripten arbeitet, hat ein anderes Problem als ein Autor mit seinem eigenen Buch. Der Autor kennt sein Werk. Du bekommst fremde Texte, oft mehrere gleichzeitig, oft unter Zeitdruck, und musst dir in kurzer Zeit ein belastbares Bild machen.
Genau dort liegt der Nutzen, und genau dort liegt auch die Grenze. Diese Seite beschreibt beides, für alle drei Rollen.
Diesen Abschnitt stellen wir bewusst an den Anfang und nicht ans Ende, weil er die Bedingung für alles Weitere ist.
Literarisches Potenzial ist keine Prüfliste. Originalität, kultureller Zusammenhang, Marktentwicklung und das Verhältnis zwischen Agentur und Autor lassen sich nicht in Kennzahlen fassen. EPOS entscheidet nicht, ob ein Manuskript ins Programm gehört, ob eine Leseprobe überzeugt oder ob ein Text vertreten werden soll.
Und es verbessert nicht nach einem einzigen Ideal. Ein Lektor erkennt, was ein Text sein will, und unterscheidet eine bewusste Eigenheit von einem Fehler. Genau deshalb ist die Autorenstimme kein Nebenaspekt, sondern der Kern der Arbeit. Ein Werkzeug, das glättet, nimmt dir nicht Arbeit ab, es nimmt dem Text sein Gesicht.
Was bleibt, ist die Schicht darunter: Fundstellen sammeln, Widersprüche sichtbar machen, Muster über ein ganzes Manuskript hinweg finden. Das ist die Arbeit, die viel Zeit kostet und bei der die Aufmerksamkeit auf Seite 400 nachlässt.
Im Verlagsablauf setzt EPOS vor der redaktionellen Bewertung an, nicht an ihrer Stelle.
Fundstellen zu Logik, Figuren, Motivation, Sprache und Form werden strukturiert, bevor ein Mensch die inhaltliche Beurteilung vertieft.
Drei getrennte Ebenen sorgen dafür, dass Korrektorat, Stilistik und Inhalt nicht in einer unübersichtlichen Liste vermischt zurückkommen. Du entscheidest, welche Ebene ein bestimmtes Projekt braucht.
Lektorat Pro gibt Ergebnisse als Word-Datei mit nachverfolgten Änderungen aus, damit bestehende Abläufe weiterlaufen können, statt sich an ein neues Werkzeug anzupassen.
Was EPOS im Verlag nicht tut: Programmwahl, Marktbeurteilung, Positionierung. Diese Entscheidungen bleiben vollständig beim Haus.
Vier Aufgaben lassen sich gut vorbereiten, ohne dass deine Leistung dabei unsichtbar wird.
Widersprüchliche Namen, Eigenschaften, Wissensstände, Zeitangaben und Motive im verfügbaren Manuskriptkontext.
Häufungen, unklare Bezüge und Formdrift, ohne dass jede Wiederholung automatisch als Fehler behandelt wird.
Stellen zu Motivation, Kausalität, Spannung und Figurenentwicklung, gesammelt als Grundlage für deine eigene Diagnose.
Word mit nachverfolgten Änderungen, wenn der Austausch mit dem Autor dort stattfindet.
Die Aufteilung dahinter ist einfach und sie ist der Grund, warum das funktioniert:
Fundstellen, Muster und mögliche Widersprüche.
Absicht, Wirkung, Priorität und die passende Form der Rückmeldung.
Welche Änderung ins Werk gehört und welche Eigenheit bleibt.
Der Wert eines Lektorats liegt nicht in der Anzahl gefundener Stellen. Er liegt in Auswahl, Gewichtung, Erklärung und Beziehung. Ein Werkzeug, das dir die erste Schicht abnimmt, macht die zweite nicht überflüssig, es macht Platz dafür.
Vier Fragen lassen sich systematisch vorbereiten, bevor jemand liest.
Angekündigter Konflikt, Figurenentwicklung und Auflösung im Vergleich mit dem vorhandenen Text.
Ob Stimme, Perspektive und Spannung im weiteren Manuskript ähnlich getragen werden.
Fundstellen zu Figurenwissen, Zeitabläufen, Motivation und Kausalität.
Beobachtungen verdichtet zu konkreten Fragen für eine menschliche Zweitprüfung oder das Gespräch mit dem Autor.
Ein sinnvoller Bericht nennt beobachtbare Textstellen, keine Punktzahl. Er zeigt, wo Exposé und Manuskript auseinanderlaufen und welche Information einer Figur fehlt. Eine automatische Auswahl oder Ablehnung empfehlen wir ausdrücklich nicht.
Ein belastbarer Test beginnt nicht mit dem grössten verfügbaren Manuskript.
Eine Figurenprüfung, ein stilistischer Durchgang oder eine vorbereitende Analyse. Nicht alles auf einmal.
Wo vorhandene Lektoratsnotizen, eine redaktionelle Einschätzung oder bekannte Kontinuitätsprobleme als Referenz dienen.
Welche Fundstellen sind nützlich, welche Fehler wären nicht akzeptabel. Vorher aufschreiben, nicht hinterher.
Nützliche Fundstellen, Fehlalarme, übersehene Probleme, nötige Nacharbeit. Dazu Qualität, Zeitaufwand und Aufwand für die Nachbearbeitung.
Erst danach skalieren. Ein Werkzeug passt nur dann in einen Ablauf, wenn Verantwortung, Datenschutz und Qualität gemeinsam funktionieren.
Nein. EPOS strukturiert Textbeobachtungen und Zusammenhänge. Programmwahl, Marktbeurteilung und die redaktionelle Entscheidung bleiben beim Haus.
Ja. Du musst nicht gleichzeitig Sprache, Stil und Inhalt bearbeiten. Die drei Ebenen sind einzeln wählbar.
Die erste Schicht wird vorbereitet, die zweite nicht. Auswahl, Gewichtung und Erklärung sind die Leistung, für die du bezahlt wirst, und die bleibt.
Wir empfehlen es nicht. Eine Punktzahl über literarisches Potenzial ist eine Scheingenauigkeit. Sinnvoll ist ein Bericht, der Textstellen nennt und Rückfragen vorbereitet.
Als Word-Datei mit nachverfolgten Änderungen, damit der bestehende Austausch weiterlaufen kann.
Beschreib Aufgabe, Manuskripttyp und die Entscheidung, die bei deinem Team bleiben muss. Dann lässt sich prüfen, ob EPOS an dieser Stelle trägt. Was Lektorat Pro dafür mitbringt und was es kostet, steht auf der Seite für Verlage, Lektoren und Agenturen.